Pedale montieren

Die Pedalmontage am Fahrrad ist eigentlich recht einfach, hat aber doch ein paar Tücken, die beachtet werden sollten.

Zunächst einige grundlegende Vorabinformationen: Es gibt bei den Pedalgewinden zwei gebräuchliche Durchmesser, die in Zoll angegeben werden. Der BMX-Standarddurchmesser beträgt 1/2″, der Standard für alle weiteren Räder beträgt 9/16″ und ist damit minimal größer. Es gab in der Vergangenheit noch weitere Durchmesser, die in diesem Artikel aber keine weitere Beachtung finden sollen.

Die Pedalgewinde für rechte und linke Pedalen sind unterschiedlich. Das ist notwendig, damit sich die Pedale beim Radfahren nicht selbstständig löst. Die rechte Pedale (Fahrtrichtung) hat ein Linksgewinde, die linke Pedale hat ein normales Rechtsgewinde. Die Gewinde sind gekennzeichnet: In unmittelbarer Nähe des Gewindes ist eine “L” für links oder ein “R” für rechts eingeprägt. Wichtig: Linksgewinde werden genau andersherum geöffnet/geschlossen, wie Rechtsgewinde.

Zum Demontieren der alten Pedalen stellen Sie Ihr Rad “auf den Kopf”, also auf Sattel und Lenker. stellen Sie sich neben Ihr Fahrrad. Setzen Sie einen 15er Maulschlüssel an der Pedale, zwischen Pedal und Kurbelarm an. Bewegen Sie den Schlüssel nach vorne, oben, in Richtung Vorderrad.

Alte Pedalen können ein wenig festsitzen, Erwärmen mit einem Heissluftfön kann beim Lösen der Pedalen helfen.

Die neuen Pedalen werden entsprechend andersherum montiert (Auf “R” und “L” achten!). Fetten Sie das Pedalgewinde leicht, so kann die Pedale später leichter wieder demontiert werden und Korrosion wird verhindert. Ggf. wird eine kleine, dünne Unterlegscheibe zwischen Pedale und Gewinde montiert, diese verhindert ein “Einfressen” der stählernen Pedalachse ind z.b. Kurbelarme aus Aluminium.

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Fahrradreparatur: Laufrad zentrieren

Schnell ist es passiert: Sei es durch einen unsacht genommenen Bordstein oder einfach durch den Zahn der Zeit: Irgendwann bekommt auch das beste Laufrad einen kleinen Achter und läuft nicht mehr so richtig rund. Zwar ist die Acht nur minimal, aber für unregelmäßiges Schleifen an der Bremse, was zugleich als Sägen an den eigenen Nerven gelten kann, reicht es bei einem kleinen Achter im Rad schon aus.

Da hilft nur der Gang zur Fachwerkstatt oder ein wenig Geduld und Sachkunde, um das Rad wieder zu zentrieren.

Dazu gibt es verschiedene Herangehensweisen und Methoden. Als Werkzeug ist vor allem der Nippelspanner oder auch Speichenspanner wichtig. Hier gibt es verschiedene Fabrikate, P&K Lie oder Park Tool verrichten ihre Dienste wohl am Besten, sind für einen Gelegenheitsschrauber aber etwas überdimensioniert. Der lokale Fahrradhändler hat sicher auch ein günstiges Modell parat.

Doch wo setzt man mit dem Spanner an?

Die Speiche ist wie eine Art Schraube, die von einer Mutter, dem Speichennippel, in der Felge gehalten wird. Spannt man die Mutter, wird die Speiche straffer und zieht die Felge des Fahrrades in die Mitte.  Zur Feststellung, zu welcher Seite sich die Felge neigt, stellt man das komplette Fahrrad auf den Kopf. Dann montiert man einen Kabelbinder an dort, wo das Rad (z.B. Vorderrad) durch die Gabel läuft. dieser Kabelbinder fungiert quasi als Fühler und zeigt die Auslenkung der Fahrradfelge aus der Mitte an.

Nun kann das Zentrieren des Laufrades beginnen: Neigt sich die Felge nach links, zieht man die gegenüberliegende Speiche etwas fester an und “zieht” so die Felge weiter in die Mitte. Das macht man so lange, bis am Laufrad keine seitliche Auslenkung mehr feststellbar ist. Ggf. muss nicht die gegenüberliegende Speiche gestrafft, sondern die auslenkungsseitige Speiche gelockert werden. Mit ein wenig Übung bekommt man sein Laufrad auf diese Weise schnell zentriert und kann sich den kostspieligen Gang zum Fahrradhändler ersparen.

Profis nutzen für die Zentrierung ihrer Räder meist einen Zentrierständer.

Ist das Rad komplett zentriert, steht dem Fahrradvergnügen nichts mehr im Wege, es sei denn man muss als nächstes die Fahrradschaltung einstellen. Die Video ANleitung Fahrradschaltung einstellen zeigt dabei anschaulich, wie man seine Fahrradschaltung am besten einstellt und schnell zu einem sehr guten Ergebnis findet.

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Innenlager einbauen am Fahrrad

Das neue Innenlager ist schnell verbaut: Einfach das Lagergewinde gut einfetten und in den Rahmen schrauben. Man startet mit der rechten Seite, wo die Lagerschale einen kleinen Kragen hat. Diese Lagerschale schraubt man vollständig bis zum Anschlag in den Fahrrad-Rahmen. Vorsicht: Das Gewinde ist bei einem BSA-Lager ein Linksgewinde, man schraubt es also in die andere Richtung, um es zu fixieren. Ein italienisches Innenlager hat Rechtsgewinde und funktioniert ganz normal. Der Unterschied der beiden Lager ist in der Gehäusebreite und im Gehäusedurchmesser zu finden: ITA hat eine Gehäusebreite von 70mm und einen größeren Durchmesser als BSA.

Danach folgt die linke Seite. Diese Lagerseite hat auf jeden Fall ein Rechtsgewinde und wird ganz normal in den Rahmen geschraubt. Zur Verschraubung verwendet man üblicherweise eine Shimano Vielzahn-Nuss. Es gibt jedoch zahllose Anbieter, die viele verschiedene Nüsse und Techniken verwenden. Die Shimano-Variante ist aber die am weitesten verbreitete Lösung.

Wenn beide Seiten sauber in den Fahrradrahmen eingeschraubt wurden kann die Fahrrad-Kurbel montiert werden.

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Steuersatz am Fahrrad einpressen

Das Steuerkopflager oder auch Steuersatz genannt, sorgt am Fahrrad dafür, dass sich die Gabel leicht im Fahrradrahmen-Steuerrohr dreht. Ältere Systeme verwenden hier ein konusgelagertes Schraubsystem mit Rillenkugellagern. Moderene Steuersätze verwenden industriell gefertigte Lager, die sehr leicht auszutauschen sind. Zudem entfällt lästige Einstellarbeit, da die neuen Ahead-Steuersätze direkt mit dem Vorbau geklemmt werden. So wird auch die Vorspannung des Steuersatzes eingestellt.

Nach einer gewissen Zeit sind die eisten Steuersätze kaputt, da sie Wasser und Frost nicht ewig standhalten. Da hilft manchmal nur, den kompletten Steuersatz zu ersetzen, damit sich die Gabel bzw. auch der Lenker geschmeidig drehen lässt.

Zunächst schlägt man den alten Steuersatz aus dem Fahrradrahmen aus. Das geht mit einem langen Schraubenzieher und einem Hammer. Der neue Steuersatz wird mit einem Spezialwerkzeug eingepresst: Eine Art lange Gewindestange wird durch das komplette Steuerrohr geführt. Der neue Steuersatz wird korrekt positioniert, dann wir er mittels Schraubmechanik in den Rahmen eingepresst.

Als nächstes muss der Gabelkonus von der Gabel abgeschlagen werden und der neue entsprechend wieder aufgeschlagen werden.

Als letztes wird die Gabel montiert und mittels Vorbau das “Spiel” des Steuerlagers am Fahrrad eingestellt.

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